Philips SpeechLive Health im Test

Ergebnisse aus einer Testreihe auf einem deutschsprachigen Korpus. Alle Anbieter einer Aufgabe bearbeiten dieselben Fälle nach demselben Protokoll.

Stand 20. Oktober 2026 · 15 Quellen im Profil

Ergebnisse im Überblick

Im ScribeIndex-Test „Ärztliche Gesprächsdokumentation“ (3. Quartal 2026, 48 Gespräche, je 3 Durchläufe) erreicht SpeechLive Health 80,0 von 100 Punkten und liegt auf Platz 8 von 11.

Testreihen von Philips SpeechLive Health
AufgabeScribeIndex-ScorePlatzHauptkennzahlNacharbeitGetestet
Ärztliche GesprächsdokumentationMittelfeld: 80,08 von 11Fakten-F1: 92,7 %2,58 min je Gespräch3. Quartal 2026

SpeechLive Health: Ärztliche Gesprächsdokumentation

In der Testreihe „Ärztliche Gesprächsdokumentation“ liegt SpeechLive Health mit 80,0 Punkten auf Platz 8 von 11, 9,1 Punkte hinter Doctolib Assistent (89,1) und 0,7 Punkte vor Tandem Health (79,3). Hinter Doctolib Assistent bleibt SpeechLive Health vor allem beim Fakten-F1 (92,7 % gegenüber 95,7 %) und bei den schwerwiegenden Fehlern (in 3 von 144 Dokumenten gegenüber keinem von 144) zurück. Vor Tandem Health liegt SpeechLive Health vor allem bei den schwerwiegenden Fehlern (in 3 von 144 Dokumenten gegenüber 4 von 143) und beim Fakten-F1 (92,7 % gegenüber 92,4 %). Tandem Health liegt dafür bei der Nacharbeit (2,17 gegenüber 2,58 Minuten je Gespräch) vorn. Das 95-%-Konfidenzintervall des Fakten-F1 reicht von 91,8 bis 93,5 %. Die Präzision liegt bei 95,2 %, der Recall bei 90,2 %. Die Nacharbeit ist eine Schätzung von ScribeIndex und kommt zum einmaligen Durchlesen hinzu, bei einer durchschnittlichen Aufnahmedauer von 12,1 Minuten.

Einordnung: Mittelfeld · ScribeIndex-Score 80,0 / 100 · 95-%-Intervall 74,7–83,0 · Platz 8 von 11

1,4 Punkte unter dem Median des Feldes und 13,0 Punkte vor dem schwächsten Dienst.

Fakten-F1 (Geteilter Platz 7 von 11): 92,7 % · 95-%-Intervall 91,8–93,5 %

Schwächster Wert: 87,7 % · Median (11 Anbieter): 93,1 % · Bester Wert: 95,7 %

Harmonisches Mittel aus Faktenpräzision und Fakten-Recall gegenüber der annotierten Referenz.

Nacharbeit je Gespräch (Platz 8 von 11): 2,58 min · 95-%-Intervall 2,20–2,99 min

Schwächster Wert: 4,34 min · Median (11 Anbieter): 2,34 min · Bester Wert: 1,79 min

Geschätzte Nacharbeit bis zur Zielfassung je Gespräch, bei durchschnittlich 12,1 Minuten Aufnahme. Nicht enthalten ist das einmalige Durchlesen, das auch ein von Hand getipptes Dokument braucht. Auf eine Stunde Aufnahme gerechnet sind das 12,8 Minuten.

Verarbeitungszeit (Median) (Platz 3 von 3): 172 s · Niedriger ist besser

Schwächster Wert: 172 s · Median (3 Anbieter): 126 s · Bester Wert: 102 s

Gemessen von „Uploadstart“ bis „Vollständiges Dokument verfügbar“. Platz und Vergleichswerte nur unter Diensten derselben Messstrecke.

Dokumente mit schwerwiegendem Fehler (Platz 6 von 11): 2,1 % · 95-%-Intervall 0,5–8,5 % (Wilson mit Designeffekt) · 3 von 144 abgeschlossenen Ausgaben mit schwerwiegendem Fehler

Schwächster Wert: 2,8 % · Median (11 Anbieter): 2,1 % · Bester Wert: 0,0 %

Ausgaben mit mindestens einem potenziell schwerwiegenden medizinischen Fehler pro abgeschlossener Ausgabe. Bewertet wird jeder Fall nach einer festgelegten Fehlerrubrik. Fehler bei Medikation oder Verneinung zählen hier nur, wenn die Rubrik die betroffene Angabe als potenziell schwerwiegend einstuft. Die Zähler je Fehlerart enthalten auch folgenlose Abweichungen.

So setzt sich der ScribeIndex-Score zusammen

Philips SpeechLive Health, Ärztliche Gesprächsdokumentation: Zusammensetzung des ScribeIndex-Scores aus Teilwerten
TeilwertPunkteGewichtBeitrag
Inhaltsqualität75,560 %45,3
Schwerwiegende Fehler89,620 %17,9
Korrekturaufwand78,315 %11,8
Abschlussquote100,05 %5,0
ScribeIndex-Score100 %80,0

Ein Fakten-F1 von 92,66 % liegt 7,34 Prozentpunkte unter einem fehlerfreien Ergebnis. Bei 30 Prozentpunkten Abstand fällt die Inhaltsqualität auf null, hier liegt sie deshalb bei 75,5 von 100 Punkten.

Die Beiträge entstehen aus ungerundeten Teilwerten. Deshalb kann die Summe der angezeigten Werte um 0,1 vom Score abweichen. Bewertungsmodell 2.2. Formel und Skalierung

Testbedingungen

Vollständige Konfiguration

Alle Kennzahlen

Philips SpeechLive Health erreicht im Test „Ärztliche Gesprächsdokumentation“ 80,0 von 100 Punkten. Fakten-F1 92,7 % (95-%-Konfidenzintervall 91,8–93,5 %). Getestet wurden 48 Szenarien mit je 3 Durchläufen, 144 von 144 Läufen wurden abgeschlossen. Korpus de-klinik-v1, Protokoll 1.0, getestet im 3. Quartal 2026.

Philips SpeechLive Health, Ärztliche Gesprächsdokumentation: alle Kennzahlen mit Zählung und 95-%-Konfidenzintervall
KennzahlWertZählung und Bedeutung95-%-Intervall
ScribeIndex-Score80,0 / 100Gewichteter Gesamtwert aus Inhaltsqualität, schwerwiegenden Fehlern, Nacharbeit und Abschlussquote, Bewertungsmodell 2.2.74,7–83,0
Fakten-F192,7 %Erläuterung weiter oben.91,8–93,5
Nacharbeit je Gespräch2,58 minErläuterung weiter oben.2,20–2,99
Verarbeitungszeit (Median)172 sErläuterung weiter oben.–
Dokumente mit schwerwiegendem Fehler2,1 %3 von 144 abgeschlossenen Ausgaben mit schwerwiegendem Fehler. 0,5–8,5 (Wilson mit Designeffekt)
Falsche oder unbelegte Aussagen2,1 %83 falsche oder unbelegte Aussagen von 3.920 ausgegebenen Aussagen. Ausgegebene Aussagen, die der Referenz widersprechen oder sich weder auf das Gespräch noch auf bereitgestellten Kontext stützen, pro ausgegebener deduplizierter Aussage. Zutreffende, aber nicht dokumentationsrelevante Aussagen zählen getrennt und nicht hier.1,5–3,0 (Wilson mit Designeffekt)
Fehler bei Fachbegriffen3,8 %132 fehlerhafte Fachkonzepte von 3.507 Referenzkonzepten. Fachlich falsch wiedergegebene oder ausgelassene medizinische Konzepte pro annotiertem Fachkonzept der Referenz. Synonyme gelten bei gleicher Bedeutung als korrekt.2,9–4,9 (Wilson mit Designeffekt)
Fehler bei Medikamenten und Dosierungen3,9 %24 fehlerhafte Medikationsangaben von 621 Referenzangaben zur Medikation. Falsch wiedergegebene oder ausgelassene Angaben zu Wirkstoff, Dosis, Einheit und Einnahme pro annotierter Medikationsangabe. Jede Angabe zählt höchstens einmal.2,2–6,7 (Wilson mit Designeffekt)
Fehler bei Verneinungen2,8 %23 fehlerhafte Verneinungen von 822 Referenzaussagen zu Negation oder Bestätigung. Verlorene, hinzugefügte oder umgekehrte Negationen pro Referenzaussage mit verneintem oder ausdrücklich bestätigtem Befund. Eine Aussage zählt höchstens einmal.1,5–5,1 (Wilson mit Designeffekt)
Fehler bei zeitlichen Angaben5,2 %49 fehlerhafte zeitliche Angaben von 939 zeitlichen Referenzangaben. Falsch zugeordnete oder ausgelassene Zeitpunkte, Dauern und zeitliche Beziehungen pro annotierter zeitlicher Referenzangabe.3,4–8,0 (Wilson mit Designeffekt)
Fehler bei der Zuordnung4,8 %104 fehlerhafte Zuordnungen von 2.166 Referenzfakten mit Quellenzuordnung. Falsche oder ausgelassene Zuordnung von Aussagen zu Patient, behandelnder Person oder Drittperson pro Referenzfakt mit erforderlicher Quellenzuordnung.3,5–6,5 (Wilson mit Designeffekt)
Faktenpräzision95,2 %3.733 korrekte relevante Fakten von 3.920 ausgegebenen Fakten. Korrekte relevante Fakten im Verhältnis zu allen deduplizierten ausgegebenen Fakten.94,2–96,3
Fakten-Recall90,2 %3.733 korrekt erhaltene Fakten von 4.137 dokumentationsrelevanten Referenzfakten. Korrekt erhaltene Fakten im Verhältnis zu allen dokumentationsrelevanten Referenzfakten.88,9–91,5
Verarbeitungszeit (95. Perzentil)545 s95 % der erfolgreichen Läufe waren nach dieser Zeit fertig.–
Abschlussquote100,0 %144 von 144 gestarteten Läufen abgeschlossen. Anteil der Läufe mit verwertbarem Ergebnis.–

Verarbeitungszeit

  • Median (p50): 172 s
  • 95. Perzentil (p95): 545 s
  • Testweg: Datei-Upload
  • Messstrecke: Von „Uploadstart“ bis „Vollständiges Dokument verfügbar“

Über alle abgeschlossenen Läufe. p95 zeigt die Dauer, die 95 % der Läufe nicht überschreiten. Median und p95 beschreiben die Verteilung der Messwerte und sind kein Konfidenzintervall.

Geschätzte Nacharbeit

  • Je Gespräch: 2,58 min (Ø 12,1 min Aufnahme)
  • Je Stunde Aufnahme: 12,80 min
  • 95-%-Intervall je Stunde: 10,92–14,84 min
  • Geschätzte Nacharbeit gesamt: 371,77 min
  • Audiodauer aller Ausgaben: 29 h 3 min (29,043 h)
  • Ausgaben: 144, alle abgeschlossenen Läufe

Geschätzt aus den gezählten Fehlern aller abgeschlossenen Ausgaben, mit festen Zeiten je Korrekturschritt, die für alle Dienste gleich sind. Die Rate je Stunde ist die Nacharbeit gesamt ÷ Audiostunden und lässt sich aus den angezeigten Minuten und den Stunden in Klammern genau nachrechnen.

Fehler nach Typ

Gezählte Fehler nach Typ, über alle abgeschlossenen Läufe
FehlertypAnzahlAnteil am häufigsten FehlertypBedeutung
Nicht erfasste Referenzfakten404 (9,8 % der Referenzfakten)100 %Eine erforderliche Angabe aus der Aufnahme fehlt oder ist verfälscht (FN), etwa eine nicht dokumentierte Allergie. Korrekte Umformulierungen zählen als Treffer.
Falsche oder unbelegte Aussagen83 (2,1 % der ausgegebenen Aussagen)21 %Die Ausgabe enthält eine Angabe, die der Referenz widerspricht oder sich nicht auf die Aufnahme stützt (FP, inhaltlicher Fehler), etwa eine nie genannte Dosis. Eine verfälschte Referenzangabe zählt zugleich hier und als nicht erfasster Referenzfakt.
Zutreffende, aber nicht relevante Aussagen104 (2,7 % der ausgegebenen Aussagen)26 %Die Angabe stimmt, gehört laut Rubrik aber nicht in das Dokument (FP, nicht relevant), etwa Smalltalk oder wiederholte Begrüßungen. Sie senkt die Präzision, ist aber kein inhaltlicher Fehler.

Über alle abgeschlossenen Läufe ergab der Faktenabgleich 3.733 korrekt erhaltene Fakten (TP), 187 falsch positive Aussagen (FP), davon 83 falsch oder unbelegt und 104 zutreffend, aber nicht relevant, 404 nicht erfasste Referenzfakten (FN). Fakten-F1 = 2TP ÷ (2TP + FP + FN). Beide FP-Arten senken die Präzision, nur falsche oder unbelegte Aussagen gelten als inhaltlicher Fehler.

Die gelieferte Ausgabe ist eine verdichtete Dokumentation, keine wortnahe Abschrift. Deshalb gibt es keine WER.

Abgeschlossene Läufe: 144 von 144 (100,0 %)

Alle 144 Läufe lieferten ein auswertbares Ergebnis.

Konfiguration im Test

  • Produktversion: SpeechLive Health im Browser, Dateiimport, Stand 3. Quartal 2026
  • Modellversion: Vom Anbieter nicht ausgewiesen
  • Sprache: Deutsch (de-DE)
  • Vorlage: Standardvorlage des Herstellers
  • Arbeitsauftrag: Sprechstundendokumentation, Version 1.0
  • Eigener Wortschatz: Nicht hinterlegt
  • Audioeingang: Dateiupload der Korpusdatei im Health-Assistenten
  • Dokumentsprache: Deutsch
  • Vorlage im Produkt: SOAP
  • Patientenkontext: Ohne zusätzliche Angaben außerhalb des Gesprächs
  • Einwilligungsdialog: Ja
  • Auswertung: Version 1.0
  • Textnormalisierung: Keine, da kein Wortvergleich
  • Bewertungsrubrik: clinical-facts-v1, Version 1.0

Korpus, Ausschlüsse und Prüfsummen

Im Rollenspiel geführte Behandlungsgespräche mit zwei bis vier Personen, darunter Erstanamnese, Verlauf, Medikationsbesprechung, Befundbesprechung und kurzes psychiatrisches Erstgespräch. Die Gespräche liegen als unterschiedliche Raum- und Smartphoneaufnahmen vor.

  • Korpus: Ärztliche Behandlungsgespräche (de-klinik-v1, Version 1.0)
  • Szenarien: 50 aufgenommen, 48 ausgewertet, je 3 Läufe
  • Audio gesamt: 9 h 41 min, je Fall 6 min bis 40 min (Median 9 min)
  • Sprecher je Fall: 2 bis 4
  • Gesprächsform: Erstanamnese (11), Verlaufsgespräch (12), Medikationsbesprechung (8), Befundbesprechung (10), Kurzes psychiatrisches Erstgespräch (7)
  • Fachrichtung: Allgemeinmedizin (14), Innere Medizin (10), Pädiatrie (6), Orthopädie (6), Neurologie (5), Psychiatrie (7)
  • Aufnahme: Raummikrofon, ruhig (20), Smartphone auf dem Tisch (17), Hintergrundgeräusche (11)
  • Sprecherzahl: Zwei Personen (29), Drei Personen (13), Vier Personen (6)
  • Audioformate: AAC-LC (M4A), 48 kHz, mono · PCM 24 Bit (WAV), 48 kHz, 2 Kanäle
  • Referenz: Version 1.0: 71.893 Wörter, 469.914 Zeichen, 1.379 Referenzfakten
  • Annotierte Einheiten: Annotierte medizinische Fachkonzepte 1.169 · Medikationsangaben (Wirkstoff, Dosis, Einheit, Einnahme) 207 · Verneinte oder ausdrücklich bestätigte Befunde 274 · Zeitliche Referenzangaben 313 · Fakten mit erforderlicher Quellenzuordnung 722
  • Referenzprüfung: Atomare Fakten und Relevanzmenge werden mit der Gesprächsvorlage festgelegt und nach der Aufnahme am Gesprochenen bestätigt. Unklare Stellen prüft eine Fachperson, danach wird die Referenz eingefroren. Rubrik clinical-facts-v1, Version 1.0.
  • Zeitraum der Testreihe: 2. und 3. Quartal 2026 für alle Dienste, Korpus vor dem ersten Lauf eingefroren
  • Ausgeschlossen:
    • klinik-016: Einwilligung zur Nutzung der Aufnahme vor Testbeginn widerrufen.
    • klinik-033: Relevanzmenge auch nach fachlicher Durchsicht nicht eindeutig festlegbar.
  • SHA-256 Manifest: 07e4ff2bb9cb21c1b350d732b5e593f4f1830354a230c75954136f03552f7ba5
  • SHA-256 Referenz: 9ddba13742d943cd28b478c231a53d71ed064e1ba7681896e21faedfe2bb2207

Unsicherheit und Berechnung

  • Verfahren: Gepaarter Cluster-Bootstrap, Konfidenzniveau 95 %, Perzentilintervall. Anteile aus Zählern erhalten ein Wilson-Intervall mit Designeffekt. Für das Score-Intervall wird der Anteil schwerwiegender Fehler je Dienst aus einer Beta-Verteilung gezogen.
  • Cluster: 48 Cluster, Einheit Szenario. Alle Läufe eines Szenarios bleiben im selben Cluster.
  • Wiederholungen: 2.000 Bootstrap-Stichproben, Seed 2234884632
  • Aggregation: Zähler aller abgeschlossenen Läufe werden gepoolt. Kennzahlen entstehen aus Summen, nicht aus Mittelwerten je Fall.
  • Gepaarte Stichprobe: Alle Anbieter dieses Korpus nutzen dieselben Bootstrap-Stichproben. SHA-256 der Ziehungsliste: f630f8568c719864793b7aacf8e58f4627c6b7bdcdf5f3730abfda50ad6bfb37
  • Fakten: Präzision = TP ÷ (TP + FP) = 95,2 %. Recall = TP ÷ (TP + FN) = 90,2 %. F1 = 2TP ÷ (2TP + FP + FN) = 92,7 % (95-%-Intervall 91,8–93,5 %).
  • ScribeIndex-Score: 95-%-Intervall 74,7–83,0 Punkte, je Bootstrap-Stichprobe aus dem vollständigen Score neu berechnet. Wie das Score-Intervall entsteht

Rangliste Ärztliche Gesprächsdokumentation

Sortiert nach ScribeIndex-Score.

Zum Kategorievergleich

Daten zu dieser Seite

Maschinenlesbar mit Zählern, Nennern und Intervallen. Frei nutzbar mit Quellenangabe. Zitierweise und Lizenz

So testet ScribeIndex

Jede Testreihe nutzt einen festen deutschsprachigen Korpus mit geprüften, vor dem ersten Lauf eingefrorenen Referenzen. Bewertet wird automatisch nach festen Regeln, unklare Zuordnungen werden anhand der Aufnahme fachlich geprüft. Jeder Fall läuft zwei- bis dreimal. Die Konfidenzintervalle von Score, Hauptkennzahl und weiteren Fehlerraten stammen aus einem gepaarten Bootstrap über die Szenarien, sodass alle Anbieter auf denselben Stichproben verglichen werden. Anteile aus Zählern erhalten ein Wilson-Intervall mit Designeffekt. Der ScribeIndex-Score ist ein gewichteter Gesamtwert aus Inhaltsqualität, schwerwiegenden Fehlern, Nacharbeit und Abschlussquote. Die Rangliste ordnet nach diesem Punktwert.

Für das Score-Intervall wird in jeder Bootstrap-Stichprobe der vollständige Score mit den Gewichten des Bewertungsmodells neu berechnet. Weil alle Dienste einer Testreihe dieselben Stichproben nutzen, lassen sich auch Scoredifferenzen gepaart auswerten. In Testreihen, deren Score schwerwiegende Fehler enthält, gilt das für den Teilwert „Schwerwiegende Fehler“ nicht. Der Anteil schwerwiegender Fehler wird je Dienst unabhängig aus einer Beta-Verteilung mit effektivem Stichprobenumfang gezogen, weil der Bootstrap bei null oder wenigen Ereignissen kaum streut. Der gemeinsame Einfluss schwieriger Aufnahmen hebt sich in den gepaarten Scoredifferenzen deshalb nicht auf, die Differenzintervalle werden breiter. Bei null oder wenigen schwerwiegenden Fehlern reicht das Score-Intervall vor allem nach unten, weil eine Stichprobe dieser Größe seltene Fehler übersehen haben kann.